Die Größe, Form, Tiefe sowie Lage und Ufergestaltung des Teiches sind je nach Verwendungszweck, örtlichen Gegebenheiten und den persönlichen Vorstellungen des Besitzers recht unterschiedlich.

Hingegen sind die Arbeitsschritte zur Abdichtung eines Folienteiches fast immer die selben.

Deshalb möchten wir an dieser Stelle auf die Grundlagen einer Abdichtung mit Folie eingehen.

 

UNTERGRUND

Der Untergrund der Abdichtung sollte von Steinen, Wurzeln und anderen spitzen Gegenständen befreit und danach geglättet werden.

Als Nächstes wird eine 5 cm hohe Schutzschicht aus Kies (Körnung 0/25 mm) oder ein Schutzvlies mit 300 - 500 g/m² Flächengewicht aufgebracht.

Das Schutzvlies wird mit einer Überlappung von 20 cm verlegt.

 

RANDBEFESTIGUNG

Die gebräuchlichste Methode der Randbefestigung ist der Einbindegraben.

Normalerweise reicht ein Spatenstich breiter und tiefer Graben aus.

Bei steileren Böschungen oder größeren Teichen ist ein Graben von 40 x 40 cm ausreichend.

Um dem Kapillareffekt entgegen zu wirken, sollte die Folie durch den Graben hindurch an der Außenseite hochgeführt werden (siehe Skizze 1).

Auch die Befestigung mit Platten oder Steinen ist möglich (Skizze 2+3)

Ist als Ufer eine Sumpf- bzw. Feuchtzone gewünscht, läßt man die Folie flach auslaufen und überdeckt sie.

Auf das Hochführen der Folie als Kapillarsperre wird hier verzichtet (Skizze 4).

 

 

FOLIENAUFMAß:

Die Foliengröße läßt sich wie folgt berechnen:

Länge an der längsten Stelle des Teiches
Breite an der breitesten Stelle des Teiches
  + 2 x die Tiefe
  + 2 x die Tiefe
  + 2 x das Maße zur Randbefestigung
  + 2 x das Maß zur Randbefestigung
___________________________________
___________________________________
  = Länge
  = Breite

 

Besser ist es jedoch nach den Erdarbeiten das sogermannte Durchlaufmaß zu ermitteln.

Dazu misst man an der längsten und tiefsten Stelle vom vorgesehenen Folienende durch den Teich bis zum vorgesehenen Folienende auf der gegenüberliegenden Seite.

Genau so verfährt man an der breitesten Stelle (siehe Foto).

Diese Methode ist vor allem bei flachen Böschungen genauer.

 

FOLIESTÄRKEN:

Für kleinere Gartenteiche (max. 20 m²) reicht bei einem sauber gestaltetem Untergrund eine Folienstärke von 0,5 mm aus.

Bei allen größeren Gartenteichen sollte man mindestens 0,8 mm bzw. 1,0 mm starke Folie benutzen.

Alle Teiche bei denen keine Überdeckung der Folie vorgesehen ist (z.B. Regenwassernutzung) sollten mindestens mit 1,0 mm starker Folie abgedichtet werden.

1,5 mm starke Folie verwendet man bei größeren Regenrückhaltebecken sowie bei Feuerlösch- und Schwimmteichen.